modo hat geschrieben:Und das gefällt dir? Ehrlich?
Ganz ehrlich? Ja.
Ich versuche mal zu beschreiben warum. Es gibt da draußen einen ganzen Haufen richtig guter Fotos. Gut in der Weise, dass sie im klassischen Sinn gut fotografiert sind. Und viele davon wurden nachher mit Photoshop noch mal richtig lecker gepimpt. 1.000 Landschaften die wirklich schön aussehen, 1.000 Portraits die toll wirken. Aber viele folgen den immer selben Konzepten: Foto schießen, Farben aufdrehen, Kontrast steigern, Vignettierung reindrehen oder gleich ein HDR zusammenschrauben - fertig ist das Foto, die Wirkung stimmt. Nicht falsch verstehen, ich nehme mich da überhaupt nicht aus. Mache ich auch oft so :) Aber manchmal, wenn ich all diese tollen Bilder bei Flickr oder sonstwo sehe, überkommt mich eine gewisse Sättigung und auch Langeweile. Wo ist dabei die Idee, die Inspiration, das besondere?
Und dann sehe ich plötzlich Bilder wie die von Thobias Fäldt: Überblitzt, trashig, roh. Fotos die auf Dinge wie "Das Foto: Bildaufbau und Farbdesign von Harald Mante" schei***, aber - die mich fesseln. Als ich seine Bilder das erste mal sah, dachte ich: "Will der mich verarschen? Das ist nicht sein Ernst." Aber irgendetwas hat gemacht, dass ich mir die Bilder öfter angesehen habe, immer wieder hinsurfen musste um sie zu betrachten. Die Bilder haben etwas. Deshalb finde ich die Fotos von Thobias Fäldt richtig gut. Aber auch die von Ansel Adams, Bettina Rheims ... und die 1.000 tollen Fotos auf Flickr und so.