von Saschagrafie am So 21. Sep 2008, 11:02
Sagen wir es mal so - ganz streng genommen: Sobald ein Foto vom Chip in Photoshop geladen wird und Veränderungen gemacht sind, ist das Foto nicht mehr authentisch. Das fängt schon dann an, wenn man auch nur einen Pickel wegretuschiert. Das Bild gibt nicht mehr das wieder, was ursprünglich abgelichtet wurde.
Aber wollen wir mal nicht so sein. Die gleichen Diskussionen habe ich auch ständig mit meinem Vater, der mit Photoshop und Konsorten auch nichts anfangen kann. Ja, hier ist die Frage, was mit wirklich mit "authentisch" gemeint ist, schon sehr wichtig. Es gibt Fotos, die sehen so geküntselt aus, dass es nichts mehr der Realtität zu tun hat. Andere bearbeitete Fotos sehr doch sehr realistisch aus, jedoch sind Elemente etwas hervorgehoben oder Farben und Kontraste verändert worden.
In jedem Falle kann man sagen, das beides eine eigene Kunst ist. Es gibt die Puristen, die nur mit der Kamera arbeiten und traumhafte Ziele erreichen. Dann gibt es jene, die schon mit dem Gedanken an die Bearbeitung Bilder schießen und auch entsprechend arrangieren. Für diejenigen ist es mit dem Auslöser nicht getan. Denn dann beginnt der nächste Teil, bis zum vollendeten Werk. Klar ist es dann nicht mehr authentisch, aber es ist Kunst (in den meisten Fällen).
Ich mag diese Disskussion gar nicht, denn denjenigen, die viel Zeit ins Post-Processing stecken wird zu oft nachgesagt, sie könnten nicht fotografieren. Diese Äußerungen machen mich recht zornig, denn das stimmt nicht. Aber ich glaube, ich schweife jetzt etwas ab. Mein Fazit ist allerdings, dass es auf den Grad der Bearbeitung ankommt, ob das Ergbnis unrealistisch oder doch noch natürlich aussieht.
Gruss
Sascha
Canon EOS 350D | Sigma 15-30mm 1:3.5 - 4.5 DG | Sigma 24-70mm 1:2.8 EX DG Macro | Canon EF 70-200mm 1:4 L USM | Aperture | Photoshop CS3
Saschagrafie ab 31.12.2009 komplett neu!